Bauleiter kümmert sich nicht, gibt Infos wenn überhaupt verspätet weiter und hält sich an keine Abmachung. Dafür aber super Reaktion von dessen Vorgesetztem!

 

06.06. Eigenleistung: ua Provisorisches Waschbecken im GästeWC im EG, damit man ohne Küche nicht für jeden Liter Wasser ins einzig fertige Bad im DG laufen muss (ohne Küche da auch keine Spüle) ;-)
 07.06.  Eigenleistung: ua Treppengitter angebracht
Mo, 08.07.

Wir haben direkt morgens den Bauleiter angerufen und auf die bereits genannten Punkte / anstehenden Nachbesserungen angesprochen:

- Heizung: Er habe bereits mit der zuständigen Firma gesprochen, er gibt uns spätestens heute Nachmittag die Kontaktdaten der Firma, damit wir nochmal detailliert einen Termin uä ausmachen können. [Kleiner Spoiler- natürlich gab es keine Rückmeldung]

- Fenster: Die Herstellerfirma müsse vorbei schauen.

- Estrich in Einfahrt: Könne nicht sein. Naja ok, soll sich der Haas Trupp angucken, wenn sie eh für die anderen Mängel da sind.

- Trapezleisten. Weiß nicht, wen ich da zusammenpfeifen soll. Naja soll sich der Bautrupp angucken, wenn er eh da ist.

- Nachweis Klimatüren: Wie hat sich der Herr aus der Bestellabteilung noch nicht bei Ihnen gemeldet?

Jedenfalls gelte für alle offenen Nachbesserungsdinge aus dem Übergabeprotokoll, mache nicht mehr er, sondern der Kundenservice die Termine und Einteilungen. Er habe da keinen Zugriff mehr drauf. Er kümmere sich aber trotzdem.

 

Küche (nicht Haas)

Mein morgendlicher Anruf bei dem Küchenhersteller offenbarte, dass der Aufmaßdienst nun am Freitag doch nicht mit der Sachbearbeiterin gesprochen habe. Diese wusste von nichts. Sie hat sich aber dann schnell schlau gemacht, der Disponent hat sich gesputet und mit dem Monteur gesprochen sowie mich zeitnah angerufen. Der Monteur habe ggf. noch Mittwoch einen Termin ganz sicher aber Samstag. Man entschuldige sich vielmals für die Unanehmlichkeiten, der Monteur habe nicht richtig im Plan gelesen und fehlerhaft aufgebaut. Nachgerfertigt werden müsse da nichts. Na ich bin gespannt. Bei Lennarts doch sehr gutem handwerklichem Verständnis, gehe ich schon davon aus, dass er recht hat und was nachgefertigt werden muss. Aber stay positive

 

Di. 09.07.

Wenn man nicht alles selbst macht/ klärt und sich auf den Bauleiter verlässt, ist man verlassen.

Lennart hat heute früh den Bauleiter angerufen wegen ausbleibender Rückmeldung zur Heizungsbaufirma, die ja die Heizung in Betrieb nehmen solle. Er würde jetzt nochmal mit der Firma telefonieren, damit diese dann einen Termin mit uns ausmacht.

Darauf hin hat Lennart die Firma einfach selbst angerufen: Gleich vorweg, diese hat zumindest bestätigt, dass sich der Bauleiter heute mal gemeldet hat. Allerdings ist diese Firma gar nicht zuständig die Heizungsanlage in Betrieb zu nehmen. Da müsse man sich an den Hersteller Alpha Innotec wenden.

Also den Heizungshersteller angerufen: Ja korrekt, die Inbetriebnahme läuft grds über diese selbst. Allerdings vergeben sie es an Subunternehmer. Netterweise hat man uns nach Schilderung des Sachverhalts (Kleinkind, Ziemlich schwanger, Umzug am 13.06.) gleich die Telefonnummer und die zügige Bearbeitung zu/gesagt.

Anruf bei Subunternehmer: Wir bekommen morgen einen Sondertermin zur Inbetriebnahme. Der Techniker kommt morgen direkt zu uns.

-> Wir fragen uns wirklich, ob dem Bauleiter das nicht bekannt ist, dass diese Inbetriebnahme nicht von der Heizungsbaufirma sondern dem Hersteller gemacht werden muss, oder warum er uns seit dem Tag der Hausübergabe erzählt, er müsse nur mit der Heizungsbaufirma sprechen. Oder wir etwas konsequent falsch verstanden haben?!

 

Der Hammer per Bauleitermail 09:36 Uhr:

"Die Heizungsbaufirma hat die Arbeiten soweit es ging abgeschlossen. Was fehlt sind die Bauseitigen Armaturen um die Zikulationspumpe in Betrieb zu nehmen um Legionellen vorzubeugen. [Telefonat hierzu mit der Firma und dem zuständigen Wasserzweckverband - das stimmt so nicht. Zur Inbetriebnahme ist das völlig egal. Es kann sein, dass irgendwann mal eine Behörde was prüfen will, sicher aber nicht jetzt oder als Voraussetzung]. Die Firma Alfa Innotec hat am 08.06. die Fertigmeldung von der Heizungsbaufirma erhalten. Diese wird sich in den nächsten Tagen mit Ihnen in Verbindung setzen wegen einen Termin zur Inbetriebnahme. [Sehr schön, dass die Heizungsbaufirma, mit der er ja angeblich auch schon in der vergangen Woche telefoniert haben will, ihm gesteckt hat, dass sie gar nicht zu ständig ist. Nur so am Rande: Im Übergabeprotokoll hatten wir die Fertigstellung in KW 24 festgehalten und Donnerstag ist Feiertag...]. Falls Sie bis dahin Ihre Arbeiten nicht abgeschlossen haben im Bad DG behalten wir uns vor zusätzliche Anfahrten und Kosten Ihnen in Rechnung zu stellen. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag!" [Wie zynisch... Hinzukommt, dass diese Information, sofern Sie denn stimmen würde, sicher im Technischen Merkblatt, der Bau- und Lieferbeschreibung oder sonsitgen Vertragsbestandteilen hätte stehen müssen und nicht  3 Werktage vor Ablauf der zumindest vertraglich zugesicherten Inbetriebnahme. Ein Traum wie dieser Haasmitarbeiter mit Bauherren aka Kunden umgeht. Schon das zweite Mal, dass er uns durch Halbwahrheiten droht.]

 

Weiter ging es dann per Bauleiter-Whatsapp 10:31

"Hallo Herr Huxmann, Wie mit r die Heizungsbaufirma mitteilte ist auch noch nicht der Wasserzähler verbaut, dieser muss vor Ihrem Einzug eingebaut werden, da man sich sonst strafbar macht. LG"

Wirkt erstmal recht fürsorglicher , allerdings sind wir uns nach Telefonaten und Mails recht sicher, dass das einfach nur eine weitere gemeine Panikmache ist. Mit dem Wasserzweckverband ist bereits ein Termin (nämlich morgen) abgemacht und der Heizungsbaufirma ist´s ziemlich wurscht, ob wir schon einen zähler haben, nicht haben oder uns strafbar machen...

 

Es folgte eine Whatsapp unsererseits mit der Bitte auch die Lüftungsanlage bis Ende der Woche bitte wie vereinbart in Betrieb nehmen zu lassen und uns nochmal ganz deutlich mitzuteilen, wer jetzt genau unser Ansprechpartner für Nachbesserungen ist. Er oder der Kundendienst, das ist uns nicht ganz klar.

 

Keine Reaktion heute

10.06.

Bauleiter ist telefonisch bis 09:00 Uhr nicht zu erreichen gewesen. Nachfrage von gestern blieb bis jetzt unbeantwortet. Lennart ruft jetzt den Vorgesetzten an.

 

Sehr sehr gutes und informatives Telefonat mit dem Vorgesetzten der Bauleiter

 

- Beschwerde über den jetzigen 3. Bauleiter: "den müsse er sich eh mal vorknöpfen"

 

- Wer ist denn jetzt für uns zuständig? "Nicht mehr der Bauleiterfür die unwesentlichen Mängel sondern tatsächlich ein anderer. Dieser ist aber derzeit in Urlaub, daher ist noch nichts weiter passiert (Die Info hilft ja schonmal total weiter, um nicht noch unzufriedener zu sein. Es macht ja auch tatsächlich nichts, ob jetzt eine angedetschte Fliese füher oder später auspoliert wird).

Für die quasi nicht abgenommenen drei großen Punkte (Heizung, Lüftung, Elektrik) sollen wir uns nicht mehr an den eigentlich zuständigen Bauleiter sondern direkt an ihn wenden."

 

- Wann mit der Inbetriebnahme der Lüftungsanlage zu rechnen ist. Bei der Abnahme wurde spätestens Ende dieser Woche vereinbart. Sowie Äußerung der Sorge, dass die Inbetriebnahme der Lüftungsanlage (nach Umzug) Unmengen an Dreck wieder ins Haus pustet: "Entwarnung, wenn das Haus erstmal grundsätzlich sauber ist [was es ja Dank der Schwieger/Mama nach tagelanger Arbeit bereits jetzt ist] würde keine große Gefahr bestehen, denn die Anlage erhält bei allen Lüftungsauslässen und in dem Hauptteil Filter. Er rufe jetzt persönlich bei der Firma an und fragt nach dem Stand der Dinge bzw. sorgt dafür, dass sie zu uns kommen. Allerdings dauert dies Erfahrungsgemäß um die zwei Wochen"

Nun gut sei es drum, dann müssen wir die herausstehenden Kantbleche in den Räumen bis dahin für den Filius abkleben. Nutzt ja nichts... Fraglich nur, wie uns der Bauleiter dann Ende von KW 24 zusichern konnte.

 

 

 

Es  macht echt keine Spaß mehr, nicht nur dass die Firma Haas eh schon nicht mehr in dem aus ihren AGB zugesicherten Herstellungszeitfenster ist; würden sie, wenn Lennart sich am 09.06. nicht mit Nachdruck ans Telefon gehängt hätte, auch die Fertigstellungsfrist des Übergabeprotokolls reißen. Nett, dass wir unserer Schadensminderungspflicht Genüge tun und alles daran setzen, am Samstag in das Haus und nicht in ein Hotel zu ziehen. Denn die jetzige Wohnung ist verkauft und zu räumen.

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Kommentare: 5
  • #1

    Sascha (Sonntag, 14 Juni 2020 00:05)

    Hallo Eva und Lennart. Ich habe mit großer Interesse euren Blog gelesen. Ich wollte auch mit Haas-Fertighaus bauen, aber nachdem ich hier eueren Erfahrungen gelesen haben, war ich nicht mehr sicher.
    Trotzdem habe ich ein Angebot vom Hass angefragt. Was mir danach klar wurde: ich werde mit Haas nicht bauen.
    Das Angebot ist seht intransparent und hat versteckte Mehrkosten. Es gibt sehr viel Positionen im Angebot, die eigentlich nicht notwendig sind oder die andere Positionen wiederholen.
    Der Handelsverteter versprichr etwas, was im Vertrag aber umgekehrt ist.
    Am schlimmsten ist der Vertrag, der komischerweise als "Verbraucherbauvertrag" genannt wird. In Realität ist solcher Vertrag für Verbraucher sogar schädlich: der Bauherr hat nur Verpflichtungen und fast keine Rechte. Außerdem sehr ein unausgewogener Zahlungsplan, keine gesetzliche Bereitstellungbürgschaft (oder der Kunde muss dafür noch bezahlen), die Angaben zu Fertigstellung sind so formuliert, dass Haas überhaupt kein Risiko trägt. Jeder Punkt vom Vertrag ist ein Nachtteil für Bauherren.

    Mit solchen Bedingungen würde ich jedem abraten, mit Haas zu bauen. Leider.

  • #2

    Chris (Dienstag, 08 September 2020 10:45)

    Vielen Dank euch beiden. Sehr interessant zu lesen und sehr "Augen öffnend".
    Wie ist es euch seit eurem Einzug ergangen? kamen noch Überraschungen? Summa Summarum..würdet ihr euch das mit Haas noch einmal antun oder würdet ihr bei der Auswahl des Anbieters mehr Zeit investieren? Viele Themen sind sehr Personen bezogen. Was würdet ihr rückblickend mit Haas anders machen? Haas ist bei uns aktuell noch unter letzten Top 3...Entscheidung soll bald fallen. Liebe Grüße

  • #3

    Nadine (Montag, 09 November 2020 07:32)

    Hallo Eva und Lennart,

    vielen Dank für euren Blog. Wir stehen kurz vor der Vertragsunterzeichnung und sind nun doch etwas verunsichert.

    Seht ihr es genauso wie Sascha, dass der sogenannte Verbrauchervertrag, euch bei euren Problemen eher zum Nachteil ausgelegt wurde. Unser Angebot ist sehr detailliert, daher wäre es für uns interessant, welche versteckten Kosten eventuell doch noch auf uns zukommen? Musste ihr z.B. wirklich den KFW Antrag selbst, ohne Unterstützung, stellen?

    Vorab vielen Dank

  • #4

    Chrissi (Dienstag, 16 Februar 2021 13:21)

    Hallo Eva und Lennart,

    leider haben wir bis dato nahezu die gleichen Erfahrungen gemacht. Unsere Hausübergabe soll im Juni 2021 sein und wir sind gespannt was bis dahin noch alles passiert.
    Ein toller Vertriebler, der einem vieles verspricht, wovon Haas sehr wenig hält. Die Ansprechpartnerwechsel seitens Haas (wovon wenige wirklich zuverlässig und kompetent sind), die Intransparenz im gesamten Bauprozess und Nicht-Erreichbarkeit sind sehr kräftezehrend und frustrierend.

    Wir haben natürlich keinen Vergleich zu anderen Bauträgern, aber empfehlen können wir die Firma bis dato leider auch nicht.

    Viele Grüße

  • #5

    Sibylle (Montag, 15 März 2021 20:16)

    Meine besten Freunde haben leider die gleichen Erfahrungen gemacht. Das Schlimmste war für sie der Kostennachtrag über 40.000€, den sie erst kurz vor der Bemusterung erfahren haben. Darüber hatte sie niemand informiert und jeder hat die Schuld auf den anderen geschoben. Fazit: nie wieder.